Rotgipfler im Überblick Rebsorte: weiß, eine österreichische SpezialitätHerkunft: Thermenregion, rund um GumpoldskirchenStil: von frisch und elegant bis voll und im Holz gereiftGeschmack: Apfel, Birne, Würze und oft tropische FruchtServieren: 10 bis 12 GradPasst zu: Spargel, Fisch, Geflügel, Kalbfleisch und KäseLagern: voller Rotgipfler kann jahrelang reifenWas ist Rotgipfler? Rotgipfler ist eine weiße Rebsorte aus Österreich. Sie wächst auf rund 110 Hektar, etwa 0,2 Prozent aller österreichischen Weingärten, und fast ausschließlich in der Thermenregion in Niederösterreich. Rotgipfler ist damit eine echte Rarität. Der Name bezieht sich auf die rötlichen Spitzen („Gipfel“) der jungen Triebe. Die Trauben selbst sind weiß. Genetische Untersuchungen deuten darauf hin, dass Rotgipfler wahrscheinlich aus einer zufälligen Kreuzung von Traminer und Rotem Veltliner entstanden ist.
Wo wächst Rotgipfler? Das Herz des Rotgipflers liegt in der Thermenregion, die sich vom südlichen Stadtrand Wiens entlang des Wienerwalds bis über Baden hinaus erstreckt. Der bekannteste Weinort ist Gumpoldskirchen. Auch rund um Baden, Pfaffstätten, Traiskirchen und Perchtoldsdorf steht Rotgipfler.
Wie schmeckt Rotgipfler? Rotgipfler ist voll und aromatisch, extraktreich und oft goldgelb in der Farbe. In Duft und Geschmack finden Sie Apfel, Birne und Würze, manchmal mit einem Hauch, der an Grüner Veltliner erinnert. Reifer Rotgipfler kann Noten von tropischer Frucht zeigen. Mit Holzreife wird der Wein cremig und kraftvoll, mit Anklängen von Vanille.
Rotgipfler und Zierfandler Rotgipfler wird oft in einem Atemzug mit dem Zierfandler genannt, auch Spätrot genannt, der anderen weißen Spezialität der Thermenregion. Gemeinsam bilden sie die klassische Cuvée Spätrot-Rotgipfler, einen vollen und komplexen Weißwein. Rotgipfler ist der vollere und wärmere der beiden, mit milderer Säure. Zierfandler behält seine frische Säure besser, auch bei voller Reife. Dadurch ergänzen sich die beiden gut. Bis Mitte der 1970er-Jahre wurden solche Weine unter dem Namen Gumpoldskirchner verkauft. Möchten Sie Zierfandler probieren? Dann wählen Sie den Zierfandel Ried Hofbreite Gumpoldskirchen vom Weingut Leo Aumann.
Welche Rotgipfler-Weine gibt es? Rotgipfler wird grob in zwei Stilen ausgebaut: frisch und elegant oder voll und im Holz gereift. Außerdem ist die Rebsorte die Hälfte der Cuvée Spätrot-Rotgipfler.
Frisch und elegant Bei diesem Stil wird der Wein im Edelstahltank vergoren. So stehen Frucht und Frische im Vordergrund, ohne Einfluss von Holz. Der biologische Rotgipfler Classic BIO DAC Thermenregion vom Weingut Fischer stammt von 36 Jahre alten Rebstöcken. Er ist kraftvoll und frisch, mit Zitrus, feiner Frucht und einem erstaunlich langen Abgang.
Voll und im Holz gereift Bei diesem Stil reift der Wein im Holzfass. Das macht ihn cremiger und kraftvoller, und die volle Struktur des Rotgipflers kommt gut zur Geltung. Der biologische Rotgipfler Ried Wiege 1ÖTW vom Weingut Leo Aumann stammt aus der Ried Wiege bei Baden. Er wird spontan vergoren und reift 12 Monate in 500-Liter-Holzfässern. Das Ergebnis ist ein voller, cremiger Rotgipfler mit tropischer Frucht, Vanille und langem Abgang. 1ÖTW steht für eine Erste Lage, eine Top-Lage der Österreichischen Traditionsweingüter.
Welches Gericht passt zu Rotgipfler? Frischer Rotgipfler passt zu gegrilltem Spargel, Weißfisch, gebratener Forelle und sommerlichen Salaten mit Ziegenkäse, aber auch zu asiatischen Gerichten mit Ingwer und Limette. Voller Rotgipfler mit Holzreife passt zu Geflügel, Kalbfleisch, Pasta mit Rahmsauce und Käse.
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Häufige Fragen zu Rotgipfler Ist Rotgipfler ein Weiß- oder Rotwein? Rotgipfler ist ein Weißwein. Nur die Spitzen der jungen Triebe sind rötlich, die Trauben selbst sind weiß.
Was ist Spätrot-Rotgipfler? Spätrot-Rotgipfler ist eine Cuvée aus Zierfandler (Spätrot) und Rotgipfler, eine klassische Spezialität der Thermenregion rund um Gumpoldskirchen.
Was ist der Unterschied zwischen Rotgipfler und Grüner Veltliner? Grüner Veltliner ist meist frischer und leichter, mit grünem Apfel und weißem Pfeffer. Rotgipfler ist voller, extraktreicher, goldgelber und zeigt Noten von Apfel, Birne und Würze.
Bei welcher Temperatur serviert man Rotgipfler? Servieren Sie Rotgipfler bei 10 bis 12 Grad, etwas weniger kalt als einen leichten Weißwein, damit sich die Aromen gut entfalten.
Wie lange kann man Rotgipfler lagern? Frischen Rotgipfler trinken Sie am besten innerhalb weniger Jahre. Voller Rotgipfler mit Holzreife kann oft jahrelang reifen. Lagern Sie die Flaschen liegend, kühl und dunkel.